Was ich Dir wünsche...


...dass Du Wind und Wetter Stand hältst wie ein alter knorriger Baum.
Und wie er Deine eigene Schönheit und Dein unverwechselbares Profil erhältst.

...dass in Dir die verschiedensten Töne zum Klingen kommen:
hohe und tiefe, laute und leise, schrille und sanfte.
Und dass Du immer mit ihnen im Einklang bist.

...dass Du die Dinge geduldig erträgst, die Dir auferlegt worden sind,
aber auch die Erkenntnis, dass Du nicht alles tragen musst was andere
Dir aufbürden, und dass man unnützen Ballast abwerfen kann.

...dass Du Türen öffnest, die scheinbar ins Leere führen.
Es können sich Dir ganz neue und ungeahnte Erkenntnisse erschließen.

Ich wünsche Dir Mut,
dass Du trotz Schwindelgefühl
auch schwankende Brücken betrittst
und dass sie Dich
zu neuen Ufern bringen.

Ich wünsche Dir die Fähigkeit,
kleine Dinge im Leben wahrzunehmen
und Dich darüber zu freuen.

Für dunkle Stunden wünsche ich Dir die Eigenschaft
Der Sonnenblume, die ihr Gesicht dem Licht zuwendet
Damit die Schatten hinter sie fallen.

Ich wünsche Dir die Lebenskraft eines Schneeglöckchens,
das sich von Kälte und Eis nicht unterkriegen lässt
und zu seiner Zeit blüht.



Texte aus: Heidi und Hannes Bräunlich,
Was ich dir wünsche,
© 1994 Groh Fotokunst Verlag,D-82237 Wörthsee
www.groh.de